music for insects

by gordan savicic 2005

special thanks to bela eckermann and philipp lammer!
watch other parts of audio-triptychon "music for ...":
music for staircases
music for what
Das Projekt "music for insects" zeichnet sich vor allem durch die konsequente Verwendung ephemerer Körperlichkeit aus. Die bei dieser Arbeit enstandene Mixed Reality in der pannonischen Landschaft des südöstlichen Burgenlandes, begann durch die gewählte Inszenierung auf sehr poetische Weise mit der Zeitkörperlichkeit des Windes zu kommunizieren. Der in Sichtweite aufgestellte wetterhahnähnliche "Gockel" lieferte nicht nur die Winddaten sondern stellte diesen "Datenraum" auch visuell dar. Der grosse Masstab dieser Arbeit und ihr Bezug zu einem konkreten Landschaftsraum ist als eine konsequente Rückbindung digitaler Prozesse in den Realraum zu verstehen. In diesem Sinne entspricht "music for insects" einer Form von Architektur die sich nicht auf die visuellen oder statischen Bedingungen unseres Habitats bezieht sondern als immersive Architektur der Zeit zu verstehen ist.

text by nicolaj kirisits


watch video: Gockel in Action-Video
hear sound: nur Sound

phase II - realisierung

die unmittelbare umgebung des klylehofes ist spielwiese für die arbeit "music for insects". die natur, als nicht-determinierbarer parameter, wird in die elektroakustische klangerzeugung eingebunden und bewegt das objekt "kranich/gockel/zugzug", welches drehung und stärke des windes misst. Diese Parameter generieren weisses Rauschen und bearbeiten mit verschiedenen Filterhüllkurven das Ausgangssignal. Ähnlich dem subjektiv wahrnehmbaren Windgeräusch umfasst es den gesamten Hörbereich. Je nach Windposition wandert das Rauschen durch den Klangraum und erlaubt die Wahrnehmung einer unmittelbaren Gegenwart, wobei nicht akustisch-künstliche Sensation im Mittelpunkt steht. Der/die besucherIn nimmt platz in einem akusmatischen raum. das ohr wird vom körper dissoziiert, der Sinn vom Organ getrennt und beide in einer Allegorisierung gegeneinander ausgespielt, während die Erlebnisfähigkeit des Besuchers lediglich bewusst gemacht werden soll.

Raum-Klang-Windrezeption-Irretationen erwünscht!
LINKS:
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